Archiv für März 2011

Anti-Atom-Protestaktion gegen die Stadtwerke Bremen

Begleitet von Presse, Radio und Fernsehen haben heute Vormittag zehn AktivistInnen von Robin Wood das Kundencenter der SWB (Stadtwerke Bremen) besetzt. Vor dem Kundencenter wurde ein Transparent mit der Aufschrift “Atomkraft raus aus dem Strommix” aufgehängt sowie radioaktiv belasteter Spinat und ein Wasserhahn (als Symbol für das belastete Trinkwasser) aufgebaut. Energiereiche Lebensmittel aus Japan Die SWB sind am AKW Grohnde beteiligt – die Einnahmen machen 10% des Konzernumsatzes aus – und haben einen Anteil von ca. 5% Atomstrom im Strommix. Bei der erneuerbaren Stromerzeugung aus eigenen Anlagen liegen
die SWB mit nur gut 5% weit unter dem Bundesdurchschnitt. Drinnen wurden die wartenden KundInnen über die Aktion, die Energiepolitik der SWB und alternative Stromanbieter informiert. Gleichzeitig forderten
die AktivistInnen ein sofortiges Gespräch mit dem Vorstand der SWB. Dieses wurde zunächst zugesichert. Die AktivistInnen blieben im Kundencenter und warteten. Als jedoch nach einer dreiviertel Stunde noch immer nichts
passiert war, wurden auch die Beratungsplätze im Kundencenter besetzt. Die AktivistInnen stellten Fragen zur Versicherung des AKWs Grohnde gegen einen Super-GAU oder zum äußerst geringen Anteil erneuerbarer Energie in Bremen. Damit kam die Beratung schnell zum Erliegen, das Kundencenter wurde vorübergehend geschlossen. Die meisten KundInnen reagierten verständnisvoll, es kam zu einigen guten Diskussionen. Seitens der SWB wurde nun mitgeteilt, der Vorstand sei leider geschlossen auf einer Tagung, daher könne niemand zum Kundencenter kommen. Gegen 12:40 traf jedoch die Pressesprecherin ein und verhandelte mit den AktivistInnen. Schließlich wurde ein Gespräch mit dem Vorstand zugesichert . Nachdem ein vom Vorstandssprecher unterschriebenes Fax mit einem
Gesprächstermin mit dem Vorstand der SWB am Mittwoch, 6.4. um 15:00 eingetroffen war, wurde die Aktion beendet. Das Ziel – der Ausstieg der SWB aus dem AKW Grohnde, Reduktion des Atomstroms im Strommix auf 0% sowie verstärkte Investitionen in erneuerbare Energien – wurde noch nicht erreicht. Ein Gespräch mit dem
Vorstand ist jedoch ein Schritt in die richtige Richtung. Um die SWB zu einer wirklichen Reform zu bewegen, sind aber sicher viele weitere Aktionen nötig. Robin Wood bleibt am Ball.

Quelle: Robin Wood