Castoren sollen ab 2015 wieder rollen

In einem Artikel der Landeszeitung Lüneburg kündigt ein Sprecher der GNS weitere Atommülltransporte ins Wendland an.

Jürgen Auer, Sprecher des GNS, die das Zwischenlager für ausgediente Brennelemente betreibt, sagt: Der nächste Zug werde voraussichtlich 2015 rollen. Die Bundesrepublik müsse dann hochradioaktiven Müll zurücknehmen, der im britischen Sellafield bearbeitet worden sei. Dabei gehe es um 21 Behälter, die eigentlich in Sechserpaketen verfrachtet werden sollen. Da der Aufwand immens sei, eben auch wegen Demonstrationen und der Polizeibegleitung, hoffe man, den Atommüll zu je sieben Castoren bündeln zu können.

Es sollen also zwischen 2015 und 2018/19 drei bis vier Castortransporte von Sellafield nach Gorleben gehen. Wann die mittelradioaktiven, aber auch wärmeentwickelnden 5 Castoren aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in Gorleben eingelagert werden sollen bleibt offen.

Atomkraftgegner erwarten hingegen von einer Bundesregierung, die bei der geplanten Endlagersuche eine „Vorfestlegung“ auf Gorleben zurückweist, dass kein Gramm Atommüll mehr ins Wendland kommt.

Jeder Transport, der das Zwischenlager erreicht, zementiert den Standort Gorleben als Endlager für hochradioaktiven Müll“, so Jan Becker von contrAtom. „Worüber auch endlich in der Öffentlichkeit gesprochen werden muss, sind die vielen Transporte, die per LKW das Fasslager Gorleben erreichen. Hier ist nach wie vor einer der zentralen Atommüll-Umschlag- und Sammelplätze Deutschlands. So Lange sich daran nichts ändert, glauben wir auch nicht an ‚Ergebnisoffenheit‘ eines Endlagersuchverfahrens.

„Wir werden die Castor-freie Zeit intensiv nutzen, um die Atommülldebatte zu führen und das Ende des Endlagerprojekts in Gorleben durchzusetzen, auf jeden Fall heißt es wieder Castor-Alarm, sollte Gorleben weiter angefahren werden“, schreibt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).


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