Anti-Atom-Büro Hamburg: Der Hamburger Senat spielt mit dem Feuer

Atomausstieg heißt in Hamburg – Stoppt die Urantransporte durch den Hamburger Hafen – jetzt
Der Unfall der Atlantic Cartier hat uns fassungslos gemacht. Obwohl wir, das Anti-Atom-Büro Hamburg, seit gut 15 Jahren Atomtransporte durch den Hamburger Hafen beobachten und dagegen angehen, hätten wir das nun eingetreten Szenario kaum für vorstellbar gehalten.

An Bord eines mit mehr als 20 Tonnen Uranoxid und Uranhexafluorid (9t) beladenen Schiffes kommt es zu einem schweren Brand, unmittelbar im Deck unter dem Uran. Gleichzeitig befinden sich rund 180 Tonnen Ethanol und mehrere Tonnen Munition an Bord. Zur gleichen Zeit findet nur 300m Luftlinie entfernt der Auftakt zum evangelischen Kirchentag 2013 mit mehr als 30.000 Teilnehmer_innen statt. In ähnlicher Entfernung, und in der Hauptwindrichtung, begehen auf der dichtbesiedelten Elbinsel Veddel Menschen den ersten Mai. Das Feuer brennt stundenlang und erst drei Stunden nach Eintreffen der Feuerwehr gelingt es ihr die UF6 Behälter mit einem Kran von Bord zu schaffen. Darüber hinaus steht die Feuerwehr vor dem Problem, dass sie diesen Brand nicht mit Wasser Löschen darf: Denn UF6 setzt, wenn es mit Wasser in Kontakt kommt, explosionsartig Flusssäure und Uranoxid frei. Evakuierungspläne für den Kirchentag, den Hafen oder die Veddel gibt es nicht, und die Nachfrage nach ihnen wurde jahrelang von den Hamburger Senaten jeglicher couleur (also auch Schwarz-Grün) als unnötig abgetan. Lediglich die Fraktion Regenbogen, und später die Linke, versuchten über kleine Anfragen mit uns und anderen Anti-AKW Gruppen auf diese Gefahr hinzuweisen. Der Hamburger Senat wusste also von der Gefahr und nahm sie sehenden Auges nicht ernst!

Es war nur eine Frage der Zeit
Schiffsbrände kommen im Hamburger Hafen nicht selten vor, und mit ebenso großer Regelmäßigkeit finden Urantransporte durch den Hamburger Hafen statt. Alleine 2012 waren es 117 meldepflichtige Atomtransporte durch den Hamburger Hafen. Bei einer derart hohen Anzahl von Transporten war es nur eine Frage der Zeit, bis sich unglückliche Faktoren summierten.
Auch in anderen Hafenstädten, wie in Kiel und Rostock sind ähnliche Szenarien vorstellbar, nur das dort Brennelemete aus der Fabrik in Lingen auf ihrem Weg zu den Schwedischen Reaktoren auf ganz normalen Personenfähren mitfahren. Eine sehr umfangreiche Aufstellung zu den Atomtransporten durch den Hamburger Hafen findet ihr hier:

Stoppt die Atomfabriken in Gronau und Lingen
Es fühlt sich an wie ein Atomausstieg, es ist aber nur die Abschaltung von 8 AKW! Es werden weiterhin Hermesbürgschaften für den Neubau von AKW vergeben, und die Uranfabriken im Westen der Republik expandieren. -> …noch lange nicht erledigt!
Als unmittelbare Folge des Ausbaus der Urananreicherungsanlage in Gronau und der Brennelementefabrik in Lingen haben auch die Atomtransporte durch den Hamburger Hafen – DER Drehscheibe für das deutsche Urangeschäft- drastisch zugenommen. Noch unter Umweltminister Trittin wurde die Vervierfachung der Kapazität der UAA Gronau beschlossen, und auch die jetzige rot-grüne Landesregierung tut nichts um die Anlage stillzulegen. Infos hierzu: sofa-ms.de
Eine Möglichkeit sich gegen diese Uranfabriken zur Wehr zu setzen bietet sich diesen Sommer im Münsterland, wo vom 19. – 27.Juli ein Camp gegen die Uranfabriken stattfindet: Camp gegen die Uranfabriken: antiatomcamp.nirgendwo.info

Für eine Gesellschaft in der Atomanlagen nicht möglich sind!
Entwidmung des Hamburger Hafens für Urantransporte!

Anti-Atom-Büro Hamburg


1 Antwort auf „Anti-Atom-Büro Hamburg: Der Hamburger Senat spielt mit dem Feuer“


  1. 1 blahblah 19. Mai 2013 um 11:57 Uhr

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