MOX-Transport nach Brokdorf durch Bremen?

Möglicherweise werden in den nächsten Tagen erneut MOX-Brennelemente durch Bremen transportiert. Nach Informationen von Atomkraftgegner*innen sollen zwölf plutoniumhaltige MOX-Brennelemente aus dem belgischen Dessel per LKW zum AKW Brokdorf gebracht werden, offenbar spätestens bis zum 24. Mai. Es ist damit zu rechnen, dass der Transport über Bremen und die A1 geht. Bereits im Herbst 2012 fuhren Spezialtransporter des Hanauer Atomspediteurs „Nuclear Cargo Service“ im Auftrag von E.ON mit insgesamt sechzehn MOX-Brennelemten zweimal über Bremen, die Fracht kam aus Sellafield und war für das AKW Grohnde bestimmt. Nur mit einem massiven Polizeiaufgebot konnten diese Transporte im September und November durchgesetzt werden – gegen den vielfältigen Protest entlang der Strecke und trotz Ablehnung durch den Kreistag Wesermarsch, den Stadtrat Nordenham und Intervention von Oppositionsparteien im niedersächsischen Landtag.


2 Antworten auf „MOX-Transport nach Brokdorf durch Bremen?“


  1. 1 WK 22. Mai 2013 um 10:30 Uhr

    Weser Kurier 22.5.2013:

    Brennelemente aus Belgien
    Atomtransport durch Bremen?

    Bremen. Das Anti-Atom-Plenum Bremen fürchtet, dass diese Woche ein Transport mit zwölf plutoniumhaltigen Brennelementen durch Bremen fahren wird. Sie würden aus der Produktionsanlage für Kernbrennstoffe in Dessel (Belgien) zum Atomkraftwerk Brokdorf gebracht, wo sie nach Informationen der Atomkraftgegner am kommenden Freitag eintreffen sollen.

    Konkrete Hinweise, dass der Transport tatsächlich durch Bremen fahren wird, gebe es nicht, so ein Sprecher des Anti-Atom-Plenums. „Aber es ist der kürzeste Weg.“ Die Lkw würden erfahrungsgemäß über Autobahnen fahren und Landstraßen meiden. Deshalb sei damit zu rechnen, dass die MOX-Brennelemente über Bremen und die Autobahn 1 nach Brokdorf transportiert werden.

    Bereits im Herbst des vergangenen Jahres seien bei zwei Transporten insgesamt 16 solcher Brennelemente, die Uran- und Plutoniumdioxid enthalten, über Bremen gefahren worden. Sie waren per Schiff aus der englischen Atomfabrik Sellafield gekommen und seien im Auftrag von E.ON vom Hanauer Atomspediteur Nuclear Cargo Service zum AKW Grohnde gebracht worden. Die beiden Transporte im September und November 2012 konnten wegen der Proteste entlang der Strecke nur durch ein massives Polizeiaufgebot sichergestellt werden.

    Als unzulänglich kritisiert das Anti-Atom-Plenum das Bremer Verbot von Atomtransporten über die bremischen Häfen und verweist dabei auf den Brand auf dem Frachtschiff „Atlantic Cartier“ Anfang Mai im Hamburger Hafen. Das Schiff hatte unter anderem knapp neun Tonnen Uranhexafluorid geladen, das für die industrielle Uran-Anreicherung benötigt wird. Das darin enthaltende Uran 238 habe eine Halbwertzeit von etwa 4,5 Milliarden Jahren.

    Dieses radioaktive Material dürfe auch nach dem Verbot durch den Senat weiter über bremische Häfen transportiert werden, so die Atomkraftgegner. Die Beinahe-Katastrophe in Hamburg zeige, dass der Bremer Beschluss ein Schritt in die richtige Richtung sei, aber noch nicht weit genug gehe, so die Atomkraftgegner.

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